Schmuck – ein Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses

Bundesbruder Stephan Meißner v/o Atlas führt uns im Rahmen des Rhein-Neckar-Zirkeltreffens der Arminen
in das Schmuckmuseum im Reuchlinhaus in Pforzheim, am Sonntag, 04.10.2009.

„Schmuck ist zum Schmücken da“

Originale an historischen Schmuckstücken aus fünf Jahrtausenden, von Beispielen aus vor- und frühgeschichtlichen Kulturen bis zum Schmuck der Gegenwart, präsentiert im Schmuckmuseum begeisterten einen stattlichen und dennoch überschaubaren Kreis von Bundesbrüdern, die der Einladung nach Pforzheim gefolgt sind.

Unter fachkundiger Führung wurde uns die Gesamtanlage Schmuckmuseum im Reuchlinhaus in Pforzheim mit Kleinodien aus der griechischen und etruskisch-römischen Antike, aus der Rennaissance, dem Jugendstil und internationaler zeitgenössischer Schmuck zur Ansicht geboten.

Das Schmuckmuseum Pforzheim ist in vier Abteilungen gegliedert:

– Darstellung der Geschichte der Schmuckindustrie in Pforzheim

– Sammlung Pforzheimer Schmuck

– Historische Sammlung von den Anfängen bis zur Moderne

– Ethnografischer Schmuck aus der Sammlung Herion, beispielsweise aus der Inselwelt Ozeaniens, dem indischen Nagaland oder dem Vorderen Orient

Seit 2005, nach Umbau und Neugestaltung sind Reuchlinhaus und Schmuckindustrie eines.

Das Reuchlinhaus gehört zu den Meisterwerken der deutschen Nachkriegsarchitektur. Errichtet 1958 bis 1961 als städtisches Kulturzentrum präsentiert es sich in der klaren Formensprache des „International Style“.

Das Reuchlinhaus ist gewissermaßen eine Arche für die Kultur.

Wie in einer Arche Noah fanden nach der totalen Kriegszerstörung vom 23. Februar 1945 im Reuchlinhaus die kulturellen Institutionen der Stadt mit ihren stark dezimierten Beständen eine neue Bleibe, darunter:

– Stadtarchiv

– Museen

– Traditionsreiche Kunstgewerbeverein

Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein weltweit einzigartiges Spezialmuseum, das sich ausschließlich der Geschichte des Schmucks widmet. Rund 2000 Exponate zeigen Schmuckkunst, die beispielhaft die Fähigkeiten frühbronzezeitlicher Goldschmiede dem Betrachter vor Augen führen.

Ein Ohrschmuck aus Gold, vermutlich  vor 2200 v.Chr in Troja gefertigt, fasziniert den Besucher gleich zu Beginn der Ausstellung:

An einem aus Golddraht hergestellten Körbchen sind Ösen angebracht, an denen fünf feine Kettchen hängen; überlappend und versetzt sind Blättchen aus Goldblech in die Ketten eingehängt.

Ein Schlangenarmreif ist Zeugnis der griechisch-hellenistischen Goldschmiedekunst aus dem 3. Bis 2.Jahhrundert vor Christus.

Eine Kette mit Bildnismedaillons stammt aus der byzantischen Welt des 5. Jahrhunderts vor Christus.

Gold, Reste von Perlen sind faszinierend miteinander verarbeitet.

Ein Reliquiaranhänger aus Gold, Bergkristall und Email ist Zeugnis einer burgundischen Goldschmiedekunst um 1400.

Armreife,  Anhänger,  Broschen, Halsschmuck bieten Einblicke in komplexe Momente aus fremden Kulturen.

Neben dem Kunstgenuss ist die Begegnung der Bundesbrüder mit ihren Familien ein wichtiges Ziel, das Bundesbruder Atlas in Kooperation mit seiner Frau Ursula erreichen wollen. Ihrem Bemühen sei hier an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.

Gez.

Michael Blum v/o Mozart, Bühl, den 05.10.2009

Weitere Infos: www.schmuckmuseum.de

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